2009 Herbst

Kurzbesuch in der Ukraine vom 20.10 – 25.10.2009

Eine Kurzreise erfordert einen Kurzbericht, deshalb bringe ich nur die wichtigsten Punkte zu Papier.

Um über meinen Kurzbesuch in die Ukraine schreiben zu können, muss ich von zwei Problemen unseres Vereins berichten. Wir sind eine gute handvoll hochmotivierter Menschen denen das Schicksal anderer Menschen am Herzen liegt. Wir haben uns aus der großen Welle der Hilfsbereitschaft nach dem Reak-torunglück von Tschernobyl formiert. Seit mehr als 15 Jahren bringen wir ehrenamtlich Hilfe in die Westukraine. In der letzten Zeit haben wir feststellen müssen, dass wir nicht mehr die Jüngsten sind. Die meisten von uns sind gut über 60zig und über 70zig. Manche Dinge gehen uns nicht mehr leicht von der Hand, gesundheitliche Probleme bremsen unseren Schwung. Aber auch das Wissen, dass in der Ukraine immer noch soviel im Argen liegt, dass praktisch nichts vorwärts geht, macht uns innerlich zu schaffen. Wir spielen mit dem Gedanken die praktische Hilfe, sprich Hilfstransporte ganz aufzugeben und uns nur noch auf die Kindererholung in den Karpaten und die Stomapatienten zu konzentrieren.
Das Hauptproblem in der ganzen Sache aber ist ein fehlender Lagerplatz an dem wir vor dem Trans-port unsere Sachen lagern und auch den Transport abwickeln können. Aus dieser Situation entstehen uns erhebliche logistische Probleme. Die Anfrage bei OB Ude hat keine Lösung gebracht, das Hettlage-haus in Neuried  ist durch Insolvenz einer Firma weggefallen und das Entgegenkommen des BRK ihre Auslandshalle zu nutzen haben wir dankend angenommen.
Wir haben in unserem letzten Artikel in den Münchner Kleinanzeigern um Mithilfe beim letzten Trans-port aufgerufen. Das hat gut funktioniert, wir hatten genügend Hilfe für alle Bereiche. Was uns fehlt ist die Hilfe bei den kleineren Tätigkeiten. Da kommt ein Anruf einer Klinik, wir haben für sie dies und das. Dies und das müßte sortiert und verpackt werden. Oder wir sollten etwas abholen, wer könnte das übernehmen. Gäbe es mehr Freiwillige, die Zeit und auch Lust hätten etwas sinnvolles in ihrer Freizeit anzustellen, wäre uns geholfen. Es ist nicht so, dass jeden Tag etwas anliegt. Es kann oft einen oder gar zwei Monate nix los sein. Dann kommt einiges hintereinander und hier wäre es gut, wenn wir auf ein größeres Helferpotential zurückgreifen könnten.

Unsere letzten Transporte haben wir am 15.10.09 mit Nachtkästchen und Stühlen und am 16./ 17.10.09 abgewickelt. Wir haben den 13 m langen LKW zu 99% füllen können. Viele unserer alten, aber auch viele neue Spender haben den Weg nach Allach zur Aussenstelle des BRK gefunden. Wir waren sehr dankbar darüber, dass trotz der Wirtschaftskrise Menschen bereit waren Hilfsgüter zu bringen und auch noch dafür zu zahlen. Dass auch die praktische Hilfe so gut geklappt hat, hat uns ermutigt und froh gemacht.
Aus dem Vorstand konnten zur Abwicklung des Transports und zur Kontrolle unserer Spendenstellen in der Ukraine nur drei Mitglieder fahren. Zwei von ihnen haben einen Führerschein. Nach reiflichen Überlegungen war den beiden Fahrern die weite Fahrt mit dem Vereinsbus zu anstrengend, so ent-schieden wir kurzfristig, dass zwei Personen auf eigene Kosten in die Ukraine fliegen.
Dienstag, 20.10. flogen Maria Salak und ich nach Lviv. Das war eine sehr angenehme Reise. Statt 18 Stunden im Bus, 2 Stunden im Flieger. Wir kamen ausgeruht an, kamen – trotz meines Kaffees im Gepäck – gut durch den Zoll und wurden von einem Mitarbeiter der Caritas in Empfang genommen und zur Caritaswohnung in der Kopernikastraße gebracht.

Gleich am Nachmittag hatten wir einen Termin mit Frau Dr. Iwasjuk aus der neurologischen Abtei-lung der Uniklinik und mit Dr. Losynskyj, Proktologe, auch in der Uniklinik vereinbart.
Dr. Iwasjuk war über die Botschaft, dass wir viele medizinische Hilfsgüter für sie mitgebracht haben mehr als erfreut. Weniger erfreut war sie über die Andeutung, dass wir evtl. die humanitäre Hilfe in dieser Form von Hilfslieferungen einstellen. Bei diesem Gespräch erfuhr ich von M.Salak, dass Ärzte, um die Hilfsgüter aus Chodoriv abzuholen, wo sie bis zur Freigabe durch den Zoll lagern, ihr privates Geld zusammenlegen. Auf meine Frage, warum die Klinikleitung die Kosten hierfür nicht übernimmt, bekam ich die Erklärung, würde die Klinik die Kosten übernehmen, bekämen die Ärzte wahrscheinlich nichts von der Hilfslieferung zu sehen. Dr. Iwasjuk stellte sich zur Verfügung die Kosten, zusammen mit ihrer Abteilung und gleichzeitig die Verantwortung für die Verteilung der Hilfsgüter zu über-nehmen. Was auf der Station nicht gebraucht wird, wird auf andere Stationen abgegeben. Dr. Iwasjuk führt genau Buch wohin was geht. Mit dieser Lösung können wir gut leben weil wir wissen, dass die Hilfsgüter so verwendet werden wie wir es wollen und nicht irgendwo verscherbelt werden.
Auf der neurologischen Station waren, von einem einheimischen Spender gesponsert, die Gänge der Station neu gefliest worden. Der Schwesternaufenthaltsraum hatte neue Fenster bekommen. Die aus der letzten Lieferung stammenden Nachttische waren an Ort und Stelle. Einige Krankenzimmer waren von den Schwestern und Ärzten in Eigenregie geweiselt und teilweise renoviert worden. Die Station hat Platz für 40 Patienen, im Moment ist die Station mit 75 Patienten belegt. Auf dieser Station sind      Physiotherapeuten, besonders für MS-Kranke beschäftigt. Die Massageliegen die wir gebracht haben leisten gute Dienste. Die wenigsten Zimmer haben ein Waschbecken. Die Patienten müssen das Bad benutzen. Das Wasser fließt nach wie vor nur zu bestimmten Zeiten.
Auf dem Gang traf ich die Essensausteilerin, für mich schon eine alte Bekannte. Voller Kummer zeigte sie mir ihren grünen Essenswagen, der seit meinem letzten Besuch seine Funktion fast aufgegeben hat. Ein Teil der oberen Platte ist abgebrochen und er läßt sich auch nur noch mühsam schieben. Sie bittet uns, wenn irgend möglich, einen Ersatz zu bringen.

Das Gespräch mit Dr. Lozynskyj verlief ähnlich. Auch er war froh, und dankbar dass er mit 129 Pake-ten der deutschen ILCO rechnen darf. Sollten wir mit den Transporten aufhören, müßte Dr. Lozynskyj die Pakete, die die Deutsche ILCO weiter spenden möchte, eigenständig annehmen. Nötig dafür ist die Genehmigung von der Kommission zur Verteilung humanitärer Hilfe und von der Zoll- und Finanzbehör-de für den Empfang humanitärer Hilfe. Bisher hat die ganze bürokratische Arbeit unsere Leiterin der Barmherzigkeit in Chodoriv, Frau M.Kalynec. erledigt. Somit haben alle Empfänger die vom Zoll frei-gegebene Ware nur in Chodoriv abholen müssen. Vor der Erledigung bürokratischer Formalitäten haben die meisten Empfänger Angst. Und auch Dr. Lozynskyj war nicht begeistert. In diesem Fall müßte er die Kosten alleine tragen oder seinen Patienten, für die zu leistende Hilfe ca. 10 Hrivny berechnen.
Benötigt wird auch ein abschließbarer Raum, in dem die Pakete bis zur Freigabe durch den Zoll lagern. Das sollte nicht so schwierig sein, denn in der Klinik gibt es leerstehende Räume. Hauptproblem ist die Klinikleitung. Sie ist über die Arbeit von Dr. Lozynskyj, mit dem von ihm gegründeten Verein der Stomapatienten, informiert. Er mußte aber, damit die Klinikleitung ihm nicht in seine Kompetenzen redet, den Verein über seine Privatadresse anmelden.

Frau Myroslawa Kalynytsch aus Turka, machte auf dem Weg nach Kiew eine Fahrtunterbrechung und besuchte uns in der Kopernikastraße. Wir hatten ein längeres Gespräch mit ihr.
Sie schilderte die Situation in Turka. Hier war durch den ersten großen Schneefall Mitte Oktober viel Schaden angerichtet worden. Der Ort war einige Tage ohne Strom und Wasser. Im Sommer war eine große Dürre, die Stadt hatte 3 Monate kein Wasser und aus diesem Grund wollte die Gemeinde das Waisenhaus schließen. Dies konnte aber verhindert werden, denn es bestand die Gefahr, dass das Waisenhaus dann für immer geschlossen bliebe. Auch sonst ist die Not nach wie vor wie ein Fass ohne Boden.
Zur Krankenhaussituation berichtete sie, dass die Ärzte der Krankenhäuser sich bei der letzten humanitären Hilfe Quer stellten. Einige von ihnen meinen, dass ihre Ansprüche als Selbstverständlich-keit zu sehen sind, dass ihnen unsere Fürsorge, diese Spenden zustehen und wir sollten uns darum kümmern, dass die Spende für sie ohne „Bauchaufschwung“ geliefert werden. Sie wollten nichts für den Transport von Chodoriv nach Turka bezahlen. Schließlich haben sie eingesehen, dass wir die Kosten nicht mehr übernehmen und haben das Geld zusammengelegt. Es ist aber keiner der Ärzte mitgefahren und ebenso war niemand bereit beim Abladen zu helfen. Das hat sie und uns mehr als geärgert und wir beschlossen spontan die medizinischen Hilfsmittel die wir für Turka bestimmt hatten anderweitig zu vergeben. Anscheinend geht es ihnen zu gut, oder sie haben sich mit der ganzen prekären Situation in diesem Gebiet abgefunden und wollen gegen diese Depression nichts unternehmen.
Für die Berufsschule fürs Schneiderhandwerk, hatten wir einige Kisten mit Stoffen bei unserer Spen-deneinsammlung erhalten. So machten wir mit der Konrektorin Maria Pohorlecka einen Termin, um auch Sie zu informieren, dass wir evtl. die humanitären Transporte einstellen. Direktor Daz begrüßte uns und war über diese Nachricht von uns nicht erfreut. Die Berufschulen haben es nach wie vor sehr schwer. Schlechte Bezahlung von der Stadt, die Schüler müssen ihr eigenes Material mitbringen, nur die Vorführmmodelle können von der Schule bezahlt werden. Nachdem zuviel junge Menschen studie-ren, haben sie im Moment wenig Nachwuchs. Dieses Ungleichgewicht hat der Staat endlich auch fest-gestellt, so dass im Moment auf dem Land große Werbecampagnen für Nachwuchs gestartet wurden. Leider gibt es zwischen den angegliederten Schulen des Frisörhandwerks und der Hauswirtschaft großes Konkurrenzdenken, was der Stimmung im allgemeinen nicht förderlich ist.

Die Entladung des LKWs, der ohne größere Schwierigkeiten die Grenze passieren konnte und pünktlich in Chordoriv eintraf, verlief in gewohnter Routine. Die Helfer waren vor Ort, als Maria und ich vor 9 Uhr ankamen. Uns hatte Stephan Duchny mit seinem Auto in Lviv schon sehr früh abgeholt. Unser Zöllner Vitaly hatte M.Salak schon in München informiert, dass er nicht mehr für die Zollabwicklung und Kontrolle unserer LKWs zuständig ist. Aber auf Bitten von M.Salak kam er um 9.00 Uhr, um die Blombe am LKW zu entfernen und für 1 Stunde die Abladearbeiten zu überwachen. Dann kam sein junger Kollege. Und bei dieser Begegnung lernten wir die jahrelange und sehr vertrauensvolle Zusam-menarbeit mit Vitaly mehr als zu schätzen. Um es kurz zu machen, dieser junge Kollege war ein echter Kotzbrocken. Er beanspruchte für sich vier Autoreifen mit Felgen, die für jemand anderen vorgesehen waren. Er wollte einen großen Koffer mit Rollen, damit er in den Ferien sein Gepäck an den Strand rollen kann und nicht tragen muss. Er wollte Ärztekittel, weil seine Frau in einem Krankenhaus arbeitet. Maria Kalynec widersetzte sich ihm, aber die Autoreifen mußte sie ihm überlassen weil er immer unan-genehmer wurde und anfing alle Pakete zu zählen. Uns hätte das nichts ausgemacht, es war ja alles korrekt, aber das hätte Stunden gedauert und die Hilfskräfte hatten wir schon nach Hause geschickt. M.Salak ärgerte sich nachträglich, da sie ihm ein Paket in der Ukraine sehr beliebten deutschen Kaffee geschenkt hatte. Den Helfern hatte M.Salak schon in München eine kleine Plastiktüte mit Kaffee, Schokolade und Zigaretten gepackt. Zudem bekamen sie für die 2 Stunden 30 Hrivny, das so etwa 2,50 Euro entspricht.
Nach dieser Aktion fuhren wir zu M.Kalynec zum Mittagessen. Mit dabei waren die beiden Helferinnen Frau Jaroslawa und Frau Luba. Am Spätnachmittag gingen wir ins Büro um die Ladelisten zu kontrol-lieren und zu verteilen. Ebenso kontrollierte M.Salak das sehr penibel geführte Kassenbuch. Es war alles zur Zufriedenheit. M.Salak übergab M.Kalynec Geld für die Arbeit im kommenden halben Jahr und für die Weihnachtspakete für bedürftige Menschen.

Ein Bürger aus Chodoriv bat die „Barmherzigkeit“ um Hilfe für das Krankenhaus in Boryslaw, wo sein Sohn als Arzt arbeitet. Die Patienten und Belegschaft leiden unter großem Mangel. Bevor wir Hilfe senden, wollten wir das Krankenhaus erst besichtigen, um uns einenn Eindruck dort zu verschaffen.
Da die Fahrt von Chodoriv aus näher war als von Lviv, übernachteten wir bei M.Kalynec. Um 9.00 Uhr wurden wir von Stephan Duchny mit seinem Auto abgeholt.
Boryslaw, eine Kleinstadt, liegt sehr malerisch am Fuß der Karpaten in der Nähe des Badeortes Truskawec. Vor dem 2. Weltkrieg war Boryslaw eine reiche Stadt mit Ölvorkommnissen, großen Raf-finerien und ausländischen Firmen. Die Sowjets haben alles zugrund gerichtet.
Nach 2 Stunden Fahrt kamen wir an und warteten am Ortsrand auf den Arzt der uns zum Krankenhaus bringen sollte. Das Krankenhaus in den 50ziger Jahren von den Sowjets gebaut besteht aus 25 Einzel-häusern und hat insgesamt 350 Betten. Aufgrund der „weiten Wege“ hat die Stadt angefangen ein zen-trales Krankenhaus zu bauen, aber das Geld ist ausgegangen und so mußten sie das Vorhaben aufgeben. Der Krankenhausetat ist vom Staat auf 800.000 Hrivny = 66.670 Euro pro Jahr festgesetzt worden. Es werden leider nur 200.000 Hrivny 16.700 Euro ausgezahlt, was nur die allernötigsten Kosten deckt. Es fehlt ganz einfach an allem. Auf den vorhandenen Eisenbetten gibt es nur vereinzelt dünne Watte-matratzen. Bettwäsche besteht aus Lumpen und Zudecken und Kissen sind ein Graus.
Am vordringlichsten werden Infussionsständer gebraucht. Die Klinik ist im Besitz von 12 Ständern. Es sind aber mehr als 40 Patienten die auf Infusionen angewiesen sind. Gehen Glühbirnen in den Lampen kaputt, müssen die Schwestern Ersatz vom eigenen Geld kaufen, sonst wäre es überall dunkel. In den Zimmern gibt es keine Waschbecken. Die Patienten sind auf ein einziges Bad auf jeder Etage angewie-sen. Im Bad steht eine Badewanne aus den 50ziger Jahren und die Waschbecken sehen auch nicht viel besser aus. Die Toiletten sind ein einziger Graus, einzig, sie waren sauber. Erschwerend war in diesen Tagen der 3tägige Strom- und Wasserausfall. Die Feuerwehr mußte Wasser anfahren, was sie auch noch bezahlt haben wollten. In der Stadt gibt es Sponsoren die hin und wieder Geld spenden für Re-novierungsarbeiten in den Zimmern. Die Ärzte und Schwestern sind zu bewundern wie sie unter diesen Umständen ihren Dienst versehen. Da im Ort ein Rotes Kreuz vorhanden ist wäre zu klären, ob hier eine evtl. Zusammenarbeit mit dem BRK München sinnvoll ist. Der Arzt informierte uns, dass das ört-liche Rote Kreuz der Zentrale in Lviv untergeordnet ist und somit wahrscheinlich die Schwierigkeit besteht, dass die für Boryslaw bestimmten Hilfsmittel nicht ankommen. Hier müßten Sondierungsge-spräche stattfinden. Wir haben dem Krankenhaus von unserem letzten Transport 50 Nachkästchen und eine größere Menge med. Hilfsmittel zugeteilt. Sehr nachdenklich und deprimiert machten wir uns auf den Weg nach Sambir.

Sambir liegt fast auf der Strecke nach Lviv und M.Salak hatte mit Dr. Tschaplynskyj einen Besuchs-termin vereinbart. Er war erfreut über unseren Besuch, zeigte uns seine wirklich gut renovierte Ab-teilung und führte uns auch in andere Abteilungen denen er von seinem „Überfluss“ (Krankenhaus-betten, Nachtkästchen und med. Hilfsmittel) weitergegeben hatte.
Er bat uns für seine Abteilung ein Röntgengerät zu organisieren. Sein fahrbares Gerät hat den Geist aufgegeben und das andere, allgemeine Röntgengerät sei eine tickende Zeitbombe. Auch er war über die Mitteilung, dass wir die praktische Hilfe einstellen wollen nicht glücklich.

Ich kam am Heimflug mit einer Ärztin ins Gespräch. Sie hat ukrainische Wurzeln und kam von einem längst fälligen Verwandtenbesuch in Drohobyc, auch in der Nähe von Boryslaw. Sie war über die Armut in dieser ländlichen Gegend sehr erschüttert und meinte, dass die Ukraine ein vergessenes Land ist und viel Hilfe von außen nötig sei – nach wie vor! Auch mir erging es ähnlich. Wenn man diese Armut sieht und wie die Menschen leben kann es eigentlich kein Aufgeben unserer Transporte geben. Ich sehe aber auch sehr realistisch, bekommen wir keinen Lagerplatz und keine helfenden Hände, müssen wir die praktische Hilfe einstellen und uns voll und ganz auf das Sammeln von Spenden konzentrieren. Uns schwebt vor, weiterhin Kinder in den Sommerferien in die Karpaten zur Erholung zu schicken. Es gibt viel andere Not die mit Geld gelindert werden kann. Ich denke hier an Zuschüsse für Operationen, Behandlungen, oder ganz einfach zum Einkauf von Lebensmitteln für arme Familien vor Ort.

So bewegt mich der Gedanken wie es mit unserer Arbeit weitergehen wird sehr.
Ich kann nur hoffen, dass die Spendenfreudigkeit, trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit nicht nachläßt und wir unsere Arbeit wie gewohnt oder dann in anderer Form fortsetzen können.

Brigitte Hovland
Im November 2009
Unser Spendenkonto:
Stadtsparkasse München – Konto Nr. 40-138018 BLZ 701 50 00
Bei Überweisungen den Verwendungszweck angeben. ZB. Transportkosten oder Kinderferien oder Waisenhaus Turka etc. Auch die Adresse nicht vergessen zwecks Spendenbescheinigung
Wir sind auch im Internet zu finden: www.ukrainehilfe.org und per Email können Sie Tipps und Anregungen geben:
Ukraine.aktivhlfe@uni.de