Über uns

Der Vostand der UAM

Vorstand

Die Ukraine Aktivhilfe M�nchen e. V. (UAM)

F�r die meisten B�rger liegt der Schrecken der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl schon weit zur�ck. Andere Krisengebiete r�ckten in den Vordergrund, und nur noch wenige von uns machen sich Gedanken �ber die Folgen, obwohl f�r die Menschen in der Ukraine in und Wei�ru�land die Lebensbedingungen nach wie vor bedr�ckend sind.

Doch eine Reihe von Privatinitiativen und Hilfsorganisationen sorgen daf�r, dass die Hilfe nicht abrei�t. Eine dieser Organisationen ist die Ukraine Aktivhilfe M�nchen e. V. (UAM). Begonnen hatte es 1991, als eine Privatinitiative Ferienaufenthalte f�r strahlengesch�digte Kinder aus Tschornobyl in M�nchen und Umgebung erm�glichte. Betroffen durch die Berichte �ber die Situation der Menschen in der Ukraine und durch pers�nliche Kontakte, fanden sich viele Menschen bereit zu helfen. Neben der Organisation von Ferienaufenthalten f�r Kinder werden seit dem Winter 1991/92 auch Hilfstransporte durchgef�hrt, und zwar �berwiegend in die Gebiete von Lviv (Lemberg) und Kiew. Dadurch konnte ein wenig die Not gelindert werden, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstanden ist.

Die humanit�ren Hilfen wurden im Laufe der Jahre in Zusammenarbeit mit verschiedenen Initiativen ausgedehnt und abgestimmt. So geh�ren wir der Arbeitsgemeinschaft Ukraine-Bayern beim Bayerischen Staatsministerium f�r Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit sowie der Arbeitsgemeinschaft humanit�rer Hilfsorganisationen und Vereine f�r die Ukraine mit Sitz in Bayreuth an. Unser gro�es Anliegen ist, sich gegenseitig zu informieren und die Hilfen abzustimmen, um Doppellieferungen zu vermeiden. So sind auf Bundesebene viele Kontakte entstanden.

Im Sommer 1994 wurde die UAM gegr�ndet und als gemeinn�tzig anerkannt. Ziel des Vereines ist, den Strahlenopfern der Tschornobyl-Katastrophe sowie auch anderen bed�rftigen Menschen in der Ukraine zu helfen, sowie soziale und medizinische Einrichtungen zu unterst�tzen. Seit Bestehen des Vereines hat sich unsere Hilfe erheblich ausgedehnt. Wir helfen inzwischen einigen hunderten bed�rftigen Familien und Einzelpersonen mit Kleidung, Lebensmitteln und Geld, sowie Menschen in den Krankenh�usern und Altenheimen und Kindern in Waisenh�usern. Unser gr��tes Problem ist allerdings, dass wir kein Lager haben, um die gesammelten Hilfsg�ter bis zum n�chsten Transport unterzubringen. So ist jede Sammelaktion mit erheblichem Aufwand verbunden.
In den Gebieten von Kiew und Lviv gibt es inzwischen �ber 30 Einrichtungen, �berwiegend in der Westukraine, die von uns Hilfe erhalten. Das sind z. B. Kinderg�rten in Lviv, Kiew, Chodoriv, Busk, Woronkiw und Zwenehorod Krankenh�user und Polikliniken in Chodoriv, Novy Rosdil, Woronkiw, Schydatschiw, Drohobytsch, Turka und Lviv. Psychatrische Kliniken f�r Frauen und M�nner in Scherowa, Hruschka und Monasterok Altenheime in Pidbusch und Lviv, Waisenh�user in Lviv, Tscherwonohrad, Kornalovetschi, Werchnje Synjovydne und Liftschetzi, die Kinder-Spezialklinik in Lviv, das Sanatorium f�r lungenkranke Kinder un Schurawno, die Orthop�dische Fabrik in Lviv, das Heim f�r Stra�enkinder in Lviv und die Caritas in Lviv. Dazu kommen noch weitere Einrichtungen und Organisationen, die von uns mit vielen Dingen unterst�tzt werden.

Bed�rftige Personen erhalten z. B. Kleidung, Lebensmittel, Geld f�r den Lebensunterhalt und medizinische Hilfsmittel. In der Stadt Lviv gibt es ca. 21.373 nicht ausreichend versorgte Rentner, ca. 40.464 Invaliden, ca. 2.050 alleinerziehende M�tter kinderreicher Familien, 600 Waisen und mehr als 1.200 Halbwaisen, die Hilfe ben�tigen. �berwiegend werden Einzelma�nahmen unterst�tzt wie z. B. orthop�dische Schuhe und Prothesen f�r Kinder und Erwachsene, Finanzierung einer Operation f�r einen kleinen Buben und die Kur f�r eine krebskranke Frau. F�r viele Invaliden wurden Rollst�hle und Gehhilfen beschafft. Die orthop�dische Fabrik erh�lt Hilfsmittel, Ersatzteile und Finanzmittel. F�r 10 Kinder wurden Prothesen gefertigt und von uns finanziert. F�r weitere Kinder wurde an die Fabrik der Auftrag erteilt, Prothesen anzufertigen. Hier wurden wir unterst�tzt von Freunden aus Kaufbeuren, die dem Kinderschutzbund angegliedert sind. Eine Spende der Grundschule in Oberschlei�heim wurde f�r eine Prothese f�r einen Buben verwendet. Die Kinderspezialklinik in Lviv erh�lt von uns Hilfe in Form von Einrichtungsgegenst�nden, medizinische Hilfsmittel und Kindernahrung und vieles mehr. Kindern, die dort behandelt wurden, finanzieren wir einen Ferienaufenthalt in den Karpaten. Wir sind der Meinung, dass man die Kinder im Land belassen und vorhandene Einrichtungen nutzen sollte. Damit f�rdern wir die Infrastruktur und sichern so f�r einige Menschen einen Arbeitsplatz. 1999 kamen 20 Kinder in den Genuss der Ferien und im Jahr 2000, 2001 und 2003 waren es wieder jeweils 20 Kinder (10 M�dchen und 10 Buben). Sofern die finanziellen M�glichkeiten es zulassen, soll dieses Projekt fortgef�hrt und ausgebaut werden.

Mit Geldspenden wurden u. a. dringende Reparaturen und Renovierungsarbeiten in den Kinderg�rten von Busk und Zwenehorod erm�glicht. Im Waisenhaus 1 in Lviv konnten wir dank einer gr��eren Spende die Kalt- und Warmwasserversorgung und die Heizungsanlage sanieren. Au�erdem erh�lt das Haus regelm��ig Kleidung, Schuhe, Spielsachen, Vitamine und Sonstiges. F�r das Waisenhaus 2 in Lviv wurden regelm��ig Baby- und Milchnahrung gekauft. Mit Spenden eines Kindergartens aus Neuried konnte eine dringend ben�tigte Waschmaschine f�r die Tbc-Station im Kindergarten von Chodoriv gekauft werden, sowie f�r den Kinder garten in Busk. Ebenso wurden Ausr�stungsgegenst�nde f�r einen Kindergarten in Chodoriv besorgt. Das Internat in Tscherwonohrad, in dem Sozialwaisen und Waisen leben, wurde mit Schulbedarf, Kleidung und Lebensmitteln unterst�tzt. Dazu kamen Wasch- und Reinigungsmittel. Lebensmittel werden von uns sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine gekauft. Lebensmittelspenden erhalten wir von den Firmen Dr. Willi Knoll in Krumbach, sowie Hipp, Alete-Nestl�. Dazu kamen Wasch- und Reinigungsmittel. Der Caritas in Lviv wurden in ihrem Heim f�r Stra�enkinder die Matratzen f�r die Betten finanziert. Die Waisenh�user in Turka erhielten Decken, Kleidung und Geld.

Die Organisation in Chodoriv erh�lt von uns Geld, um f�r die Armen Lebensmittel zu kaufen oder um damit die Strom- und Gasrechnungen zu bezahlen. Oftmals ist es nicht sinnvoll, den Menschen dort das Geld direkt in die Hand zu geben. Mit unserer Hilfe k�nnen Waisen in der Schule oder im Kindergarten ein Mittagessen erhalten.

Die Krankenh�user in Chodoriv, Schydatschiv, und die Uni-Klinik in Lviv (Neurologische und Proktologische Abteilung) und anderswo erhielten Betten, Matratzen, Patientenst�hle, Kleidung, W�sche, R�ntgen- und Ultraschallger�t, EKG-Ger�te, zahntechnische Ger�te, Fachliteratur, Medikamente und sonstige medizinische Hilfsmittel. Dank vieler Spender war es m�glich, 1994 vier Hilfstransporte zu realisieren. War das erste Jahr noch bescheiden, so stieg im Jahr 1995 die Tonnage stark an. 1995 waren es vier Transporte mit insgesamt 30 Tonnen, 1996 drei Transporte mit ca. 28 Tonnen, 1997 vier mit ca. 60 Tonnen, 1998 vier mit ca. 70 Tonnen und 1999 vier mit ca. 60 Tonnen Hilfsg�tern. Das Jahr 2000 war dann f�r uns schon rekordverd�chtig. Hatten wir bei den im Fr�hjahr und im Sommer ge starteten Hilfstransporten jeweils 20 Tonnen G�ter, so mussten im November fast 70 Tonnen bew�ltigt werden. Diese Aktion vom Herbst 2000 musste in mehreren Etappen durchgef�hrt werden und fand ihren Abschluss erst im folgenden Sommer. Von November 2000 bis November 2001 haben wir mit 9 Lkw-Z�gen ca. 150 Tonnen bew�ltigt. 2002 waren es fast 98 Tonnen. Zu Beginn des Jahres 2003 waren es 3 Lkw-Z�ge mit ca. 35 Tonnen. Im Juli 2003 gingen 2 Lkw�s mit ca. 34 Tonnen Hilfsg�ter in die Ukraine. Davon waren ca. 12 Tonnen Babynahrung, die die Fa. Hipp spendete. Seit Beginn der Vereinst�tigkeit haben wir ca. 500.000 Tonnen Hilfsg�ter bew�ltigt
Unser Transport im November 2000, der von der EADS, Ottobrunn, von der Daimler Chrysler AG, M�nchen, und der Transamerika Leasing gesponsert wurde.

Die Firma Pan-adress (jetzt Consodata) in Planegg bei M�nchen ist uns bei der Abwicklung ein gro�e Hilfe. Ohne sie k�nnten wir diesen Umfang an Hilfe nicht leisten. Die Stadt Moosburg, das Bezirkskrankenhaus Haar und private Garagenbesitzer stellen uns Einlagerm�glichkeiten zur Verf�gung. Die Deutsche Briefpost in Freising, Aschheim, Augsburg und N�rnberg stellte uns mehrere Male einen LKW zur Verf�gung. Eine der letzten Transporte unterst�tzten finanziell die Firmen EADS in Ottobrunn, DaimlerChrysler in M�nchen und Transamerika Leasing in Erding. Bei jedem Transport f�hrt mindestens ein Vorstandsmitglied des Vereines mit, um die zuverl�ssige Verteilung der Hilfssendungen zu �berwachen. Wir besuchen die von uns betreuten Einrichtungen und kontrollieren, wo unsere Hilfen eingesetzt werden, und die eine oder andere Empf�ngerfamilie, und pr�fen auch, ob die Bed�rftigkeit noch gegeben ist. Die Fahrer, die unter Umst�nden manchmal bis zu 40 Stunden unterwegs sind, bis sie den ersten Zielort erreichen, sind freiwillige Helfer und Mitglieder der UAM, die daf�r ihren Urlaub gerne zur Verf�gung stellen, weil sie immer mit gro�er Herzlichkeit bei den Gastfamilien aufgenommen werden.

Alle Hilfsg�ter, die wir erhalten, werden in Transportlisten f�r die jeweiligen Empf�nger erfasst und mit einer fortlaufenden Nummer versehen. Bei den Organisationen �Barmherzigkeit in Chodoriv, der Internationalen Assoziation �Hilfe den Familien von Tschornobyl in Kiew, dem ukrainischen Frauenbund und der ukrainischen christlichen Jugend in Turka �bernehmen zuverl�ssige Mitarbeiter die Verteilung. Sie benachrichtigen z. B. die Familien, die nur gegen Unterschrift und die Eintragung ihrer Passnummer in unsere Paket-Listen die Sendung erhalten. Beim n�chsten Transport werden die Listen kontrolliert und etliche Empf�ngerfamilien besucht, die Hilfsg�ter erhalten haben. Dabei wird auch die weitere Bed�rftigkeit der Empf�nger festgestellt und, wenn n�tig, die Hilfe eingestellt.
Die Listen werden dann nach M�nchen gebracht und stehen den Spendern jederzeit zur Ein sicht zur Verf�gung. So k�nnen wir garantieren, dass die Spenden auch ihr Ziel erreichen und wir auf dies e Weise d en Menschen in der Ukraine direkt helfen k�nnen.
�ber jede Hilfe, die wir erhalten, sei es durch die Mitgliedschaft, Mitarbeit, Geld- und Sachspenden, freuen wir uns. Doch noch mehr freuen sich die Menschen in der Ukraine, denn viele von Ihnen brauchen die Hilfe nach wie vor dringend. Die vielen Dankesbriefe, die wir erhalten, machen uns immer wieder bewusst, unter welch schwierigen Bedingungen viele Menschen noch leben m�ssen.

Unsere Helfer bei der Paketannahme. Jedes Paket wird registriert:

Annahme 01

Die Pakete werden gewogen, markiert und nummeriert:

Annahme 02

Ein von den Firmen EADS und DaimlerChrysler:

Annahme 03